Was ist DEINE Entschuldigung?

Heute fange ich mit einem Geständnis an: Ich habe Boxen gehasst.

Für  mich war das ein Sport für ungebildete, primitive Männer von gestern. Wenn meine Familie sich vor dem Fernseher versammelt hat, um sich einen populären Kampf anzusehen, habe ich mich geweigert, mich zu ihnen zu gesellen. Was natürlich vollkommen legitim ist, jeder Mensch hat andere Vorlieben und Interessen. Aber ich war nicht mal gewillt, es mir in der geselligen Runde der Familie anzuschauen. Und das, obwohl ich den Film ‚Rocky‘ liebe – ich meine, wer tut das nicht? Der Aufstieg vom Underdog zum Champion ist doch der geheime Wunsch eines jeden Mannes.

Wir lehnen ab, was uns Angst macht

Erst Jahre später – während meiner Lebenskrise nach dem Tod meines Vaters – habe ich mich gefragt: WARUM habe ich mich dem Boxen so vehement verweigert? Warum habe ich nicht nur gegenüber mir, sondern auch anderen gegenüber diesen Sport so schlecht gemacht? Woher kam diese Abneigung? Ich erkannte, dass es etwas mit MIR selbst zu tun hat, dem ich mich verweigert habe. Lange Zeit ist es mir nicht gelungen, eine emotionale Verbindung zwischen einem primitiven Kämpfer im Ring und dem echten Leben herzustellen. Bis ich für mich verstand: Der Boxring – die vier von Seilen umgebenen Pfosten – repräsentieren das Leben. Und Boxen ist das ultimative Sinnbild für das Leben eines Mannes. Warum? Weil es Vision, Mut und Durchhaltevermögen erfordert.

Die Vision zu haben ein starker Mann zu sein. Den Mut aufzubringen in den Ring zu steigen. Durchhaltevermögen zu zeigen um nicht aufzugeben, bis du dein Ziel erreicht hast. GENAU WIE IM RICHTIGEN LEBEN. Da verstand ich, warum ich Boxen gehasst habe. Ich hatte Angst davor. Ich hatte Angst vor dem Leben. Ich habe mein ganzes Leben auf die intellektuelle Karte gesetzt. Ich habe studiert. Ich habe als Manager gearbeitet. Ich war auf der sicheren Seite. Und die andere, wilde Seite von mir habe ich zurückgewiesen.

Und hier ist das Paradoxe am Leben, ein „Geheimnis“, das ich während meiner Reise der Selbst-Reflektion und den Jahren des Umbruchs entdeckt habe: WIR HABEN ALLE SEITEN IN UNS. Wir haben den Intellektuellen und den Wilden, den Egoisten und den Altruisten, den Guten und den Bösen, den Gewinner und den Verlierer, den Engel und den Teufel etc. Sie stecken alle in uns. Und was wir verleugnen bzw. ablehnen, wird jeden Tag stärker, je mehr wir uns dagegen wehren. Als versuche man, einen Deckel auf einen Topf mit kochendem Wasser zu drücken. Früher oder später wird er explodieren.

Die gute Neuigkeit ist: Mut kann man sich antrainieren wie ein Muskel

Wenn wir mit Liebe und Vertrauen aufgewachsen sind, wachsen diese Seiten in uns und werden zu unserer Realität. Wenn wir mit Gewalt und Lügen aufwachsen, wachsen diese Seiten in uns und werden zu unserer Realität. Unsere heutige Realität  wie wir die Welt wahrnehmen, steht also immer im Kontext mit den Erfahrungen aus unserer Kindheit. Aber als erwachsener und erfolgreicher Geschäftsmann solltest du die Kraft haben, gewisse ungesunde Glaubenssätze, mögliche Kindheitsprobleme und deinen Enttäuschungen (mit der richtigen Methodik) loszulassen. WIE IM BOXEN bedarf es hierzu jedoch Vision, Mut und Durchhaltevermögen. Vision: Zu wissen, wofür du kämpfst. Mut: Den Ring zu betreten und deine Ängste anzugehen. Durchhaltevermögen: Nach einem K.O. wieder aufzustehen und es erneut zu versuchen.

Wenn du wissen willst, wie du als Mensch und Mann wachsen kannst, dann ist das ganz einfach: Stell dich einfach in einen leeren Raum, schliesse deine Augen, atme tief ein und fühl wovor du dich fürchtest. Und dann gehe dahin. Das ist dein Biest. Du kannst dir Entschuldigungen einfallen lassen, warum das nicht gerade heute, morgen oder in der aktuellen Lebensphase machst, oder einfach ehrlich sein zu dir, dass du Angst hast. ES GIBT IMMER GRÜNDE DICH NICHT DEINER ANGST ZU STELLEN. Es gibt genau zwei Treiber für unser (Nicht-)Handeln im Leben: Wir handeln aus Angst oder aus Liebe. Die meisten wählen Angst. Ein wahrer Mann wählt Liebe. Er stellt sich dem Biest aus Liebe zu sich selber. Die gute Neuigkeit ist, dass du dir Mut antrainieren kannst wie ein Muskel. Nur weil dieser Muskel im momentan vielleicht schlaff ist, dann heisst das nicht, dass du nichts dagegen tun kannst.

Denn Gewinnen und Verlieren sind fundamentale Bestandteile unserer Natur. Sie sind die „Ordnungsprinzipien“ der meisten zwischenmenschlichen Interaktionen. Die meisten Männer sehen sich tief in sich nach dem Wunsch uns mit anderen zu messen. Denn Männer wachsen an Herausforderungen. Es geht dabei nicht darum gegen andere zu gewinnen , sondern über sich selber hinaus zu wachsen und auf diese Weise für sich selber gewinnen, indem man das ganze Potential aus sich herausholt. Das ist übrigens auch der Grund, warum Reality-TV oder Sportveranstaltungen so beliebt sind. Es erlaubt uns, unsere Wettbewerbsgelüste auszuleben, ohne selber etwas riskieren zu müssen. Zuschauer zu sein scheint ein guter Grund zu sein, unsere Komfortzone nicht mehr verlassen zu müssen.

Bequemlichkeit ist der Tod eines Mann

Aber Bequemlichkeit ist ein Elend, das eine schöne Maske trägt. Sie ist kein Heilmittel für Ängstlichkeit, sondern die Ursache. Heutzutage muss ein Mann sich konstant gegen seine eigene Bequemlichkeit wehren, um wirklich glücklich zu werden und ein Vermächtnis zu hinterlassen. DEN MUT ZU HABEN, GROSSES ZU WAGEN steht synonym dafür, seine Komfortzone zu verlassen. Die grösste Entschuldigung bei Männern nicht mutig zu sein, ist ihre Familie. Wie schon Autor David Deida in seinem Bestseller-Buch ‚Der Weg des wahren Mannes‘ sagt: BRAUCH NIEMALS DEINE FAMILIE ALS ENTSCHULDIGUNG. Ich habe jahrelang meine schwerkranken Eltern gepflegt und trotzdem meine Träume umgesetzt. Sei wenigstens jetzt ein ganzer Mann und ehrlich zu dir selber, falls du deine Familie als Ausrede brauchst.

Wenn du dich jetzt – in diesem Moment – entscheidest, nicht mehr in deiner Komfortzone zu leben und dir in Erinnerung rufst, dass genau das der Hauptgrund für all die Erfolge in deinem bisherigen Leben ist, garantiere ich dir, dass dein Glücksempfinden wie eine Rakete in die Höhe schiesst. Du musst nur konstant einen Schritt heraus machen. Wie der Bestsellerautor Neale Donald Walsch einmal treffend sagte: Das Leben beginnt da, wo deine Komfortzone endet.“

Denkst du nicht, dass es an der Zeit ist dich wieder lebendig zu fühlen?

Auf unsere Legende,

Arsim und Team

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